Startblock und Schreibtisch müssen Freunde sein.

Als Sportler begreift man das sehr schnell, weshalb ich schon früh angefangen habe, mich mit den Signalen meines Körpers auseinanderzusetzen. Physiotherapie und medizinische Betreuung spielen für mich eine sehr große Rolle – prophylaktisch und behandelnd. Oft werden gesundheitliche Zeichen missachtet oder falsch gedeutet. Es ist wichtig, hier Spezialisten an seiner Seite zu wissen, die im Ernstfall die Notbremse ziehen und Kleinigkeiten erst gar nicht zu Problemen werden lassen. Eine kleine Fußblockade, hervorgerufen durch anstrengende Läufe oder Sprünge, kann unbehandelt im weiteren Trainingsverlauf durchaus zu schmerzhaften Sehnenentzündungen oder -verletzungen im Fuß führen. Mein Fazit deshalb: Der eigene Körper ist das Kapital eines jeden Menschen, geistig wie körperlich. Am Startblock oder am Schreibtisch – er sollte deshalb auch so behandelt werden. Wir haben nur diesen einen Körper und in dieser Hinsicht keine zweite Chance.

Gut zu wissen: Wie Zähne, Operationen und Lymphfluss zusammenhängen

Im Alter von 14 Jahren war mein Kieferorthopäde davon überzeugt, meine Weisheitszähne würden in den nächsten Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seine jahrelange akribische Arbeit zunichtemachen. Er riet mir daher zu einer Entfernung der Übeltäter. Meine Eltern und ich folgten, nach Einholen einer zweiten Meinung, diesem Ratschlag – immerhin hatten dieses Los auch nahezu alle Klassenkameraden schon vor mir gezogen und ich lag mit meinem OP-Termin voll im Trend. Leider wurden aus zwei kleinen Eingriffen schnell sieben größere und nach mehrwöchiger Antibiotikagabe wurde es Zeit, einen anderen Weg als den „klassischen“ zu gehen. Die klassische Medizin ist zugegebenermaßen auch für mich oft am naheliegendsten und meistens auch erfolgsversprechend, führte jedoch dieses Mal offensichtlich nicht zum Ziel. Unter anderem durch die ETD-Aufnahmen kam Herr Mandel rasch dahinter, dass ein Lymphstau vorlag, der für meine wiederkehrenden Infektionen sorgte. Das Problem war danach so schnell behoben, wie es diagnostiziert wurde. Der Lymphfluss wurde wieder in Gang gebracht und die schmerzhaften Entzündungen verschwanden nach und nach. Zudem erhielt ich von Herrn Mandel auch die Adresse von einem befreundeten Kieferorthopäden in Heidelberg. Und so profitierte ich weiter von dem enorm großen Kollegennetzwerk von Herrn Mandel und seinen Therapeutennetzwerk. Gute Leute kennen eben andere gute Leute.

Christina Kiffe – Mein erster Kontakt zur Esogetischen Medizin? Purer Zufall.

Warum muss man schlafen?

Die Frage „Warum muss man schlafen?“ scheint auf den ersten Blick einfach zu beantworten zu sein. Die Antwort lautet: Um auszuruhen. Doch in einer Zeit, in der Menschen immer stärkeren Impulsen von außen ausgesetzt sind, immer schneller getaktet sind, wird die Gestaltung wirklicher Ruhezeiten zu einer Herausforderung.

 

Nicht nur in der Esogetischen Medizin wird der Schlaf als der wichtigste Regenerator unseres Lebens angesehen. Er ist eine ebenso große Notwendigkeit wie Essen und Trinken. Der Schlaf regelt die Regeneration von Körper und Gehirn, den Abbau von Stoffwechselgiften und das Ordnen  emotionaler Konflikte.

 

Eine spezielle Sichtweise hat die Esogetische Medizin bei der Unterscheidung zwischen dem natürlichen Schlaf und dem toxischen Schlaf. Der natürliche Schlaf beruht auf normaler Müdigkeit, der toxische Schlaf auf Erschöpfung. Natürlicher Schlaf ist Kraft spendend und zeichnet sich durch schöne, erfreuliche Träume aus, während der „toxische Schlaf“ auch als dumpfer, lethargischer Schlaf bezeichnet wird. Hier belasten Angst- oder Albträume den Menschen. Aus einer solchen Nacht wacht man zerschlagen, müde und bedrückt auf.

 

Man unterscheidet hierbei die Schlafmenge und die Schlafrhythmik. Während bei der  Schlafmenge die Individualität des Schlafenden eine Rolle spielt, scheint es, dass es sich bei der Rhythmik um eine klare Vorgabe der Natur handelt. Gerade der Verlust an Rhythmik vermag viele Krankheiten entstehen zu lassen – diese Tatsache ist noch nicht sehr lange bekannt. So kann man Blutdruck-Erhöhungen, Cholesterin-, Zucker- oder Harnsäure-Entgleisungen oder auch Erhöhungen spezieller Labor-Werte feststellen.

Reguliert man diese entgleiste Rhythmik, so verbessern sich spontan die, die  Krankheit anzeigenden Parameter.

 

Schlafen dient der Erholung und Kräftigung unseres Organsystems. Ohne Schlafen könnten wir nicht existieren. Dies ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Innerhalb des Schlafes gibt es einen Raum, der für die Kräftigung und Erholung unserer Seele reserviert ist: den Raum der Träume.

 

Bevor wir uns damit beschäftigen, sollten wir etwas über die natürliche Hirn- Rhythmik kennen lernen. Diese Rhythmik ist es, welche uns wach sein lässt und uns zum Schlaf und zu den Träumen führt.

 

Wach sein und Schlafen ist gekennzeichnet von einer natürlichen Hirn-Rhythmik, von messbaren Schwingungen. Beta-Wellen (38 – 15 Hz) sind die Hirnwellen des normalen Wachbewusstseins. Alpha-Wellen (14 – 8 Hz) werden in entspannter Grundhaltung, etwa bei Tagträumen gemessen. Im Schlaf unterscheidet man Theta-Wellen (7 – 4 Hz), die die REM-Phase kennzeichnen, und Delta-Wellen (3 – 0,5 Hz), die Hirnwellen mit der niedrigsten Frequenz, die im traumlosen Tiefschlaf gemessen werden.

 

Wachen und Schlafen sind scheinbar voneinander getrennt – und doch stehen beide Zustände in einer unlösbaren Beziehung zueinander. Wir bezeichnen die Verbindung der Beta- zu den Delta-Wellen als „männliche“, „intellektuelle“, „körperliche“ Achse, während die Verbindung von Alpha zu Theta Ausdruck des Gegenpols, der „Weiblichkeit“ ist. Hier sind die Verinnerlichung, die Ruhe, das Träumen und die dauernde Meditation angesiedelt.

 

Eine Überaktivität der Achse „Beta-Delta“ zeigt Menschen, welche selten erinnerlich träumen und besonders oft im toxischen Schlaf verharren. Somit ist hierbei die Schlafrhythmik in Bezug zur Regeneration des Gehirns gestört.

 

Überaktivität der Achse „Alpha-Theta“: auch hier sind Regenerationsbedürfnisse des Lebens nicht befriedigt. Die Überaktivität des „Träumens“ hat ein Defizit der zellulären körperlichen Struktur zur Folge. Nur die ausgewogene Rhythmik aller vier Wellen miteinander ist der Garant für Gesundheit, permanente Regeneration und Freiheit im Innen und im Außen.

 

Die Frage „Warum muss man schlafen?“ ist bei intensiver Betrachtung der Rhythmik des Gehirns und der damit verbundenen Auswirkungen auf das gesamte System des Körpers nicht einfach zu beantworten. Fest steht, dass die Rhythmik des Schlafes sowohl Körper als auch Gehirn regeneriert. Dass dies in bestimmten Phasen während der Nacht ablaufen muss, wurde durch unzählige Untersuchungen in ebenso vielen Schlaflabors bewiesen. Aufgrund all dieser Faktoren spielt der gesunde Schlaf eine so wichtige Rolle in der Esogetischen Medizin.

Auswirkungen von Stress

Ständiger Stress mindert nicht nur direkt und augenblicklich die Lebensqualität, sondern hat erhebliche Spätfolgen. Wenn wir uns also über permanenten Stress Gedanken machen, so gilt es, die unmittelbaren organischen Reaktionen auf Stress zu betrachten, die mittelbaren und die Spätfolgen. Da Stress ursprünglich – also in der Menschheitsgeschichte – meist durch körperliche Bedrohungen ausgelöst wurde, hat unser Körper ein Stressreaktions-Programm entwickelt, das ihn in Stresssituationen mit Energien versorgt, die ihm helfen, zu flüchten oder zu kämpfen. Dieses uralte und sehr erfolgreiche Programm läuft auch heute noch ab, wenn wir Stress erleben. Leider ist es zur Bewältigung von z.B. Prüfungen oder Konflikten völlig ungeeignet, da diese Situationen weder mit Flucht noch mit Kampf zu bewältigen sind. Die Folge ist, dass die Energien, die vom Körper bereitgestellt werden, nicht verbraucht werden und daher durch andere Aktivitäten abgebaut werden müssen, z.B. durch regelmäßigen Sport. Geschieht dies nicht, dann setzt eine Kaskade von Autoaggressionen ein. Die Auswirkungen von Stress und deren „Nichtverarbeitung“ bilden eine Kausalkette, an deren Aufarbeitung die Esogetische Medizin einen ihrer Schwerpunkte gelegt hat.

Wie man heute weiß, haben wir Menschen ein zweites Gehirn im Darm, welches mehr Impulse zum Kopfgehirn sendet als es von dort erhält. Dieses „enterische Nervensystem“ ist in seinen Funktionen weitgehend autonom gegenüber dem Kopf. Bei einem durch permanenten Stress erzeugten Druck auf den Solarplexus wird es zu einem Säureüberschuss im Magen kommen, welcher im Lauf der Zeit das Milieu von Dünn- und Dickdarm verändert. Im Darm liegen 70 % der immunaktiven Zellen, und dies autonom vom Kopfgehirn. Dies bedeutet auch, dass die durch „Disstress“ permanenten Gefühlsschwankungen zwangsläufig zur Schwäche des Immunsystems führen. Insbesondere sind es eben die Schlafrhythmusstörungen, welche auf Dauer die Regeneration von Körper und Nervenzellen verhindern.

 

Zusammengefasst sehen wir Dauerstress als einen gefährlichen Zustand des Energieüberschusses an. Die Schwächung der Immunkompetenz ist dann die Folge, in deren weiteren Verlauf sich typische Symptomketten aufbauen, die zum Beispiel mit Bluthochdruck, Hirninfarkt, Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-Darm-Problemen, Diabetes, Tinnitus, Impotenz etc. einhergehen können.

 

Was kann die Esogetische Medizin gegen Stress-Auswirkungen tun? Ein zentrales Thema ist hier der Schlaf. Insbesondere die Träume und die Schlafrhythmik. Wir beobachten seit langem, dass kranke Menschen fast keine erinnerlichen Träume haben. Peter Mandel entwickelte daraufhin die  Esogetische Traumtherapie. Die Menschen können sich so wesentlich besser an ihre Träume erinnern und sind auch wesentlich besser therapierbar. Dem Regenerationsbedürfnis wird wieder Respekt entgegengebracht, Immunaktivitäten werden gestärkt, eine psychische und körperliche Stabilisierung ist die Folge. Auf der Haut kann die Esogetische Medizin über 150 Traumzonen beschreiben und behandeln. Hierzu haben wir verschiedene Verfahren und Geräte, auch für den Heimgebrauch, entwickelt.